Gruppenreise Österreich: Reise durch die Natur

Gruppenreise

Eine Ziel-Reise mit 4 -7 Personen von Zell am See bis Neusiedler See. Schwerpunkte dieser Naturreise sind Landschaft, Botanik und Ornithologie. Mit Naturexperte Stephan Martens.

ReiseterminTagePreis p.P. im DZEZZ
10.06. - 20.06.2021 102.175,- €350,- €
Naturreise Österreich Rundreise Gruppenreise Die Naturreise
  • Naturreise mit nur 4-7 Teilnehmern
  • Start: Zell am See - Ziel: Neusiedler See - Ende: Wien
  • Den Lebensraum der Großglockner Hochalpen auf mittleren Wanderungen und Safaris entdecken
  • Auf Tierexkursionen im Waldviertel an der Tschechischen Grenze
  • Besuch des größten Auwaldgebiets Mitteleuropas zwischen Wien und Bratislava
  • Einzigartiger Steppensee mit seinen salzhaltigen Lacken im Burgenland
  • Naturreiseleitung durch Stephan Martens

Enthalten im Reisepreis

  • 9 Übernachtungen in gemütlichen Mittelklassehotels im Doppelzimmer, laut Reiseverlauf oder gleichwertig
  • Tägliches gutes Frühstück
  • Drei gute Abendessen á la carte mit jeweils zwei Getränken
  • Deutsche Natur-Reiseleitung durch Stephan & Sabrina Martens
  • Sichere Fahrten im modernen Bus mit AC durch Österreich
  • Eintritte in erwähnte Museen, Ausstellungen und Parks
  • Mobiles Internet im Bus
  • Reisereissicherungsschein Gruppenreise Österreich
  • Bootstour und Seilbahnfahrt

Nicht enthalten im Reisepreis

  • Übrige Abendessen oder eventuelle Zwischenmahlzeiten, nicht erwähnte Getränke
  • Trinkgelder und persönliche Ausgaben
  • Anreise nach Zell am See & Abreise ab Wien (wir sind gerne behilflich)
Zielarten der Reise: 
   : Wanderfalke, Felsenschwalbe, Wasseramsel, Gebirgsstelze, Steinadler, Ringdrossel, Haselhuhn, Weißrückenspecht, Schneesperling, Birkenzeisig, Tannenhäher , Alpendohle, Kernbeißer, Wespenbussard, Sumpfmeise, Waldlaubsänger, Hohltaube, Weißrückenspecht, Mittelspecht, Uhu, Kolkrabe, Grauammer, Heidelerche, Gebirgsstelze, Wasseramsel, Eisvogel, Löffler, Säbelschnäbler, Stelzenlaufer, viele Limikolen, viele Entenarten
   : Murmeltier, Gämse, Rotwild, Rehwild, Biber, Fischotter, Weiße Esel am Neusiedler See, Ziesel (schläft leider schon)
   : Alpensalamander, Ringelnatter, Würfelnatter, Wassserfrosch, Moorfrosch, Rotbauchunke, Smaragdeidechse
   Pflanzen und Landschaften: Alpenlebensraum mit seinen typischen Vertretern wie z B Alpenrose und Zirbe; Mittelgebirgslebensraum mit Mischwald und Wildfluß; Steppenssee in der pannonischen Tiefebene

Bei der Ausarbeitung der Reise standen uns Biologen, Ornithologen und Historiker zur Seite. 
Wir bedanken uns herzlich bei Karin & Iris Baumgatner für die Informationen und Insidertipps im alpinen Lebensraum.
Weiterer Dank gilt dem Team vom Nationalpark Neusiedeler See und der Familie Kroiss, die mit ihrem historischen Fachwissen die Erstellung der Rundreise unterstütz haben. 
 
Die Stationen unserer Gruppenreise nach Österreich
  • 1. Start im Zell am See: 3 Nächte | Exkursionen: Nationalpark Hohe Tauern & Krumltal
  • Reise ins Waldviertel: Thayatal | circa 4 Stunden für 350 Kilometer
  • 2. Nationalpark Thayatal: Waldviertel und Umgebung | 3 Nächte
  • Weiterfahrt zum Neusiedler See | circa 2 Stunden für 175 Kilometer
  • Zwischenstopp im Nationalpark Donauauen
  • 3. Die Region Nationalpark Neusiedlersee, Steppe und Lacken | 3 Nächte
  • Ende der Zielreise in Wien | circa 1 Stunde für 70 Kilometer

Detaillierter Reiseablauf

Tag 1: Individuelle Anreise nach Zell am See, Österreich

Österreich reisen
Großklockner - Hochalpenstraße  © Iris Baumgartner
Wir reisen individuell (am Besten mit der Bahn) in die Region Zell am See nördlich des Nationalparks Hohe Tauern. Gerne sind wir im Vorfeld bei der Buchung behilflich. 
Ideal ist eine Ankunft bis spätestens 16 Uhr am Hotel in Zell am See. So können wir in Ruhe einchecken, das Gepäck in das Zimmer bringen und haben vor dem gemeinsamen ersten Abendessen noch ein wenig Zeit.
Dazu suchen wir ein gutes Lokal in der Nähe auf und haben dabei Gelegenheit, noch nähere Infos zu den kommenden spannenden Tagen von den Reiseleitern Sabrina und Stephan zu erhalten. Und natürlich uns gemeinsam mit den anderen Reiseteilnehmern auf die bevorstehenden Erlebnisse zu freuen.

3 x Hotel in Zell am See inkl. 1 x Abendessen und 2 Getränken
 

Tag 2 und 3: Der Nationalpark Hohe Tauern und sein Umfeld

In den kommenden beiden Tagen sind wir, jeweils nach gutem Frühstück, in dem Nationalpark Hohe Tauern und seinem Umfeld unterwegs. Sabrina und Stephan wissen, wo es die besten Orte gibt, um die Landschaft, Vegetation und Vögel der Hochalpen zu erspähen. Wo Murmeltiere wohnen und schöne Zirben wachsen. Wie wir Alpenbock und Alpensalamander finden.
Vogelbeobachtung Österreich
Alpenschneehahn © Iris Baumgartner

Je nach Witterungslage entscheidet die Reiseleitung, wo und wann welche Gebiete aufgesucht werden. Diese Flexibilität bietet die Möglichkeit, auf Wetter und z B aktuelle ornithologische Nachrichten zu reagieren. Wenn wir interessante Regionen nicht mit unserem Bus erreichen können, werden wir wandern. Leichte bis mittelschwere Wege sind zu erwarten und bestimmt auch einige Höhenmeter.

Es wird nicht in „Ornithologengeschwindigkeit“ gewandert. Dennoch planen wir natürlich viel Zeit für Foto und Fernglas, für Pausen in der schönen Alpennatur ein. Wenn es sich ergibt, dann kehren wir um die Mittagszeit ein. Wenn nicht, dann picknicken wir in der Natur. 

Fester Programmpunkt ist auf jeden Fall die Großglockner Hochalpenstrasse mit Seitentälern. Eine gewisse Wandererfahrung, Schwindelfreiheit und Trittsicherheit schadet also nicht. Wir versuchen in diesem beiden Tagen das maximale an Lebensräumen zu erkunden und rechnen mit z B Wanderfalke, Felsenschwalbe, Wasseramsel, Gebirgsstelze, Steinadler, Ringdrossel, Schneehuhn, Weißrückenspecht, Schneesperling, Birkenzeisig, Tannenhäher , Alpendohle und Murmeltier sowie Gämse. Mit ganz viel Glück auch Gänsegeier oder Bartgeier?

Das Abendessen werden wir nach Absprache gegen 19 Uhr einnehmen. Das ist auch immer eine Gelegenheit, die Tagessichtungen gemeinsam zu besprechen und sich auf den nächsten Tag vorzubereiten. Stephan und Sabrina geben dann jeweils Infos zur Ausrüstung und die Wegebeschaffenheit oder Fahrzeiten. Und auch darüber, auf welche besonderen Tiere oder Pflanzen wir uns freuen können!
 

Tag 4: Reise von Zell am See durch Österreich bis ins Tal der Thaya im Waldviertel

Wir reisen heute gemächlich und mit mehreren Pausen an schönen Stellen bis in das Waldviertel Österreichs. Die Fahrt führt uns über Salzburg, Wels und Linz, durch das Donautal bis an die Tschechische Grenze. Die Nettofahrtzeit beträgt unter 4 Stunden wir legen rund 350 Kilometer zurück. 

Der Nationalpark Thayatal bietet uns gemeinsam mit dem tschechischen Nationalpark Národní Podyjí den Schutz einer der schönsten, romantischsten und artenreichsten Tallandschaften in Europa. Kaum an anderen Orten gibt es auf so kleinem Raum eine vergleichbare Artenvielfalt an Pflanzen und Tieren, wie hier im Tal der Thaya.

Die Natur kann und konnte sich hier viele Jahrzehnte wegen des „Eisernen Vorhangs“ ungestört und fast ohne den Einfluss des Menschen entwickeln. Der binationale Park Thayatal-Podyjí gilt deshalb auch als Hotspot der Biodiversität.

Gegen späten Nachmittag erreichen wir unser Hotel in der kleinsten Stadt Österreichs, in Hardegg. So bleibt bestimmt noch Zeit, das direkte Umfeld zu erkunden. Gegen 19 Uhr werden wir gemeinsam zu Abend essen. Und freuen uns auf die österreichische Küche!

3 x Hotel in Hardegg JM Apartments oder gleichwertig inkl. 1 x Abendessen und 2 Getränken
 

Tag 5 und 6: Der Nationalpark Thayatal und das Waldviertel

Gruppenreise Österreich
Brücke nach Tschechien im Thayatal
Echt und pur präsentiert sich ein Klassiker des Waldviertels: die fast unbeeinflusste Natur. Außergewöhnliche Vielfalt und viele besondere Naturschauplätze machen Wanderungen durch die Landschaft des nördlichen Niederösterreichs zu einem eindrücklichen Erlebnis.

Sanfte Hügel, dann wieder satte, grüne Wiesen und dunkle, verwunschene Wälder. Das alles beeinflusst vom taufrischen und nordischen Klima. 

Das Element Wasser zeigt sich im Thayatal von seiner schönsten Seite –  mit stillen, versteckten Teichen über hübsche Seen bis hin zu urigen Flussläufen und Wasserfällen.
Abgerundet wird das typische Landschaftsbild des österreichischen Nordens von blanken Felsen, die sich als gewaltige Wackelsteine oder als aussichtsreiche Gipfel sehen lassen.
In diesen Lebensräumen sind wir wieder zwei volle Tage unterwegs. Und suchen uns die Wanderwege und Beobachtungsorte, auf dieser und jener Seite der Landesgrenzen, je an Witterung und Tieraktivität relativ spontan aus. Die Streckenlängen und Höhenunterschiede sind von höchsten mittlerer Schwierigkeit. Aber einige Stunden sind wir schon auf den Beinen, um viele Landschaften und möglichst viele Tiere und Pflanzen in dieser schönen Herbstlandschaft mit dem Fernglas oder Kamera „einfangen“ zu können. Wir es unsere Gäste auch von anderen Reisen kennen, kehren wir dann, wenn es möglich ist zu einem Drink oder Zwischenessen ein. Wenn nicht, dann halten wir ein Picknick in freier Natur und sorgen beizeiten für eine Möglichkeit zum Einkauf.

Der Nationalpark Thayatal beherbergt auch jetzt noch im Spätsommer eine für Österreich bemerkenswert vollständige Gemeinschaft an typischen Laubwald-Vogelarten. Neben weit bekannten Arten wie Kernbeißer, Wespenbussard, Sumpfmeise oder Waldlaubsänger finden wir auch ornithologische Highlights, die auf totholzreiche Bestände angewiesen sind. Dazu zählen unter anderem Hohltaube, verschiedene Spechte wie Weißrückenspecht und Mittelspecht. Unter den Großvögeln profitiert der Schwarzstorch von ungestörten Waldbereichen und ruhigen Gewässern. Die Felswände entlang der Thaya sind Ruheplätze von Uhu und Kolkrabe.
Die aufgelockerten Bestände und Trockenraseninseln beherbergen mit Turteltaube, Wiedehopf und Gartenrotschwanz typische Bewohner der halboffenen Landschaften; die Trockenrasenhügel auch Grauammer und Heidelerche. Außerdem tragen noch einige Fließgewässerspezialisten wie Gebirgsstelze, Wasseramsel oder Eisvogel zur Attraktivität des Gebietes bei. An sonnigen Bergflanken tummeln sich Smaragdeidechsen.

Allabendlich, beim oder nach dem Essen, besprechen wir die neuen, gesichteten Tiere oder auch Pflanzen, wenn dies gewünscht wird. Sabrina und Stephan stellen jeweils den nächsten Tag vor und geben Vorbereitungs-Tipps.
 

Tag 7: Die Reise aus dem Waldviertel an den Neusiedler See. Exkursion im Nationalpark Donauauen.

Die reine Fahrt dauert nur etwas länger als zweieinhalb Stunden. Es sind 200 Kilometer bis nach Illmitz, dem „Naturzentrum“ des typischen Steppensees in der pannonischen Tiefebene und im Regenschatten der Alpen. Als Zwischenstopp bieten sich somit die Donauauen an:
Der Nationalpark liegt zwischen den Hauptstädten Wien und Bratislava und schützt auf mehr als 9.800 Hektar Fläche eine wichtige Flussauenlandschaft. Die hier frei fließende Donau ist auf 35 km Strecke die Lebensader des Nationalparks. Ihr dynamisches Wechselspiel mit Wasserschwankungen von bis zu 6,5 m gestaltet die Auwälder immer neu. So erzeugt der Fluss immer wechselnde Biotope für Tier und Pflanze.
Hier leben 13 Amphibienarten: u a der Balkan-Moorfrosch. 20 Säuger: Biber. 97 Vogelarten: Östlicher Kaiseradler. 
Wir sind zu Fuß sicher einige Stunden unterwegs und picknicken irgendwo im Grünen. Die Höhenunterschiede halten sich hier „sehr in Grenzen“, Wegebeschaffenheit ist recht gut und so können wir uns voll auf das konzentrieren was fliegt, krabbelt und wächst. Gegen späten Nachmiitag aber werden wir wieder die Pferde satteln und gen Süden ziehen. Der Neusiedler See und das Steppendorf Illmitz zwischen den Lacken warten. Unser familiäres „Hauptlager“ wird im mitten im Dorf sein, ruhig und trotzdem unweit verschiedener netter Lokale. Dort werden wir zu Abend essen und hoffentlich viel zu erzählen haben. 

3 x Hotel Arkadenhof Krois in Illmitz oder gleichwertig inkl. 1 x Abendessen incl. 2 Drinks
 

Tag 8 und 9: Der Nationalpark Neusiedler See und sein Umfeld

Das Burgenland im Herbst
Der flache Steppensee liegt zwischen den östlichsten Ausläufern der Alpen im Westen und dem westlichsten Teil der ungarischen Tiefebene, dem Seewinkel, im Osten. Die Grenze zwischen Österreich und Ungarn folgt also keinen naturräumlichen Gegebenheiten. Aus biologischer Sicht ist das Neusiedler See - Gebiet ein Grenzraum, geprägt von verschiedenen Landschaftsräumen: alpine, pannonische, asiatische, mediterrane und nordische Einflüsse sind fühlbar, was zu einer intensiven Artenvielfalt maßgeblich beiträgt.
 
In "Safari-manier" sind wir auch hier zwei volle Tage in der Natur unterwegs. Wir werden immer wieder kurze Strecken mit unserem komfortablen Bus zurücklegen, dann wieder wandern. Eine Schutzhütte, ein Aussichtsturm um mit dem Spektiv zu spionieren, dann wieder eine Einkehrmöglichkeit. Für den Naturtourismus ist dieses Eck Österreichs bekannt und entsprechend gut ausgestattet. Das Infozentrum des Nationalparks zeigt uns in einer guten Ausstellung Zusammenhänge auf und hier starten schon einige gute Naturwanderwege.
Wir hoffen auf viele Sichtungen: Das hängt aber vom Wasserstand der Lacken (Steppentümpel) ab. Viele Limikolen aus Nordeuropa und Sibirien machen hier Rast. Der Ziesel, ein Verwandter des Murmeltieres, fühlt sich hier Zuhause. Wir erfahren, warum es hier mit dem Wein so gut funktioniert, warum überall Ziehbrunnen zu sehen sind, warum die kleinen Seen oder Lacken salzhaltig sind. 
 
Bis weit in den Oktober hinein sind Vögel auf ihrem Zug in die Winterquartiere zu sehen. Arten wie Kiebitzregenpfeifer, Sanderling, Zwergstrandläufer, Sichelstrandläufer, Alpenstrandläufer oder Dunkler Wasserläufer nutzen die Region als Rast- und Futterplatz.
Andere Watvögel wie Säbelschnäbler, Kiebitz und Großer Brachvogel sammeln sich im Gebiet um dann weiter zu ziehen. Abhängig vom Wasserstand an den Lacken bevölkern große Schwärme verschiedener Enten die Gewässer im Nationalpark.
Während in feuchteren Jahren die Lacken als Rastplatz für Krick-, Stock-, Schnatterente und einige mehr sind, nutzen die Tiere in trockeneren Jahren eher die Naturzone im südlichen Teil des Neusiedler Sees.
Rechtzeitig kehren wir an beiden Tagen gegen Abend zurück nach Illmitz, haben dann etwas Zeit zum „Frischmachen“ und können gegen 19 Uhr in einem Restaurant ganz in der Nähe speisen und fachsimpeln. 
 

Tag 10: Abschluss der Gruppenreise Österreich und Fahrt nach Wien

Leider geht am heutigen Tage unsere gemeinsame Naturreise rund um die Alpen zu Ende. Nach dem Frühstück brechen wir Richtung Wien auf. Die Hauptstadt in einer Stunde erreicht und wir fahren sowohl zum internationalen Flughafen, Hauptbahnhof oder auch gerne zu einem Hotel ins Zentrum. Denn Wien bietet sich vor der individuellen Rückreise bestimmt noch für einige Tage weiteren Aufenthalt an? Gerne organisieren wir das für sie. 

Herzlichen Dank und gute Heimreise!